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Aliosha
Biz wurde 1970 als Sohn einer
aus Österreich stammenden Künstlerfamilie in Moskau geboren.
Dort erhielt er Violinunterricht an der Moskauer Zentralmusikschule
u.a von Zinaida Gilels,
Natalia Gvozdetzki und
Boris Garlitzki.
Zwischen 1986 und 1989 studierte er am Tschaikovskij-Konservatorium.
Als Mitglied des Moskauer Jugendorchesters spielte er zahlreiche Konzerte
in der Sowjetunion und Osteuropa.
Seit 1989 lebt Aliosha in Wien. In der Wiener Fußgängerzone
gab er sein erstes öffentliches Konzert in Österreich. Da
wurde er vom Ausnahmekünstler Hans
Tschiritsch entdeckt. Bald folgten Auftritte mit Lena
Rothstein und Albert Thimann
(jiddische Lieder).
Aliosha beschäftigte sich verstärkt mit jüdischer Musik.
Unter anderem spielte er mit den Klezmerensembles Frejlech,
Scholem Alejchem, Kohelet 3, Akvetana-Quartett,
mit dem Oberkantor Shmuel Barzilai,
begleitete den berühmten singenden Rabbiner Shlomo
Carlebach bei seiner letzten Tournee durch Österreich und
wirkte mit ihm bei den Dreharbeiten zum Film „Der
Meister des guten Namens“ (Regie Georg
Lhotsky) mit. 1995 nahm er an der großen Show „Hava
Nagila“ im Ronacher teil. 50 jüdische Musiker aus aller Welt
versammelte Timna
Brauer damals auf der Bühne. Kurz darauf wurde Aliosha Biz
Mitglied des Ensembles Meiri-Brauer mit dem er bis 1998 zusammenarbeitete
und zwei CDs aufnahm.
1996 wurde Aliosha eingeladen am Stadttheater Klagenfurt an der Seite
von Karl Merkatz in dem Musical
„Anatevka“ in der
Regie von Dietmar Pflegerl, die
Rolle des Fiddlers auf dem Dach
zu übernehmen. In der Folgezeit widmete er sich dem Musiktheater.
Neben den weiteren Aufführungen von Anatevka im Theater
an der Wien (1997), am Landestheater
Linz (1999) und an der Wiener
Volksoper (2003) spielte er in „Cabaret“
in den Sofiensälen (Regie Meret Bartz, 1997) und am Theater
am Kurfürstendamm in Berlin (1999), in „Das
Wunder von Hernals“ und „Der
Talisman“ (Regie Michael
Schottenberg Volkstheater 2001), sowie „Bibapo“
im Burgtheater in der Regie von
Michael Kreihsl, in dessen Film
„Heimkehr der Jäger“
er ebenfalls mitwirkte.
So entwickelte sich Aliosha zu einem „Original
Artist“, einem schauspielenden Geiger, was ihn nicht nur
zum Fiddler auf dem Dach der
Nation, sondern generell zu einem gefragten Mann in der Wiener Kunstszene
machte. „...Darstellerisch und instrumental großartig“,
schrieb man über ihn, als er in Tschechows „Möwe“
im Theater des Augenblicks brillierte.
Die Grossen des österreichischen Theaters wie Susi
Nicoletti, Michael Kellmann, Fritz Muliar, Leon Askin, Vera Borek, Fritz
von Friedl, Mercedes Echerer, Martin Schwab, Herbert Föttinger,
Sandra Cervik, Maria Bill sowie die Schriftsteller Radek
Knapp und Reinhard P. Gruber
ließen sich oft bei Ihren Lesungen von Aliosha musikalisch begleiten.
Aliosha Biz ist ein überzeugter Weltmensch. Mitglieder seiner Familie,
die er regelmäßig besucht, leben auf vier verschiedenen Kontinenten.
Auch konzertant ging es immer international zu. Neben dem Studium an
der Hochschule für Musik bei Dora
Schwarzberg und Evgenia Tschugaeva
war er 1990/91 Mitglied des American
Music Ensemble Vienna. Jahrelang überzeugte Aliosha als
Interpret griechischer Musik in der Gruppe „Lakis
& Achwach“, mit Angela
La Gazpacho nahm er eine Flamenco-CD auf, mit Maria
Bill spielt er die Chansons von Jacques Brel, mit dem tunesischen
Sänger und Oud-Spieler Dhafer Youssef
begeisterte er das Publikum im Wiener Jazztempel „Porgy
und Bess“, mit dem russisch-israelischen Songwriter Shani
ben Canar musizierte er im „Acoustic
Drive Orchestra“, mit dem brasilianischen Gitarristen Alegre
Corrêa nahm er an der Konzertreihe „Brasil
Universo“ teil, und in dem multikulturellen Ensemble Mandy's
Mischpoche übernahm er vor kurzem die Rolle des Gastgeigers.
Konzerte mit allen diesen Künstlern führten ihn bislang in
die Schweiz, nach Deutschland, Italien, Kroatien, Polen, Schweden, Frankreich,
in die Slowakei, nach Belgien, Liechtenstein, in die USA, nach Kanada,
Israel, Marokko und Brasilien.
Auf der Bühne des Theaters an der Wien lernte Aliosha den polnischen
Akkordeonisten Krzysztof
Dobrek kennen, zur Jahrtausendwende hoben die beiden „Dobrek
Bistro“ aus der Taufe, das mit Eigenkompositionen (Dobrek),
subtilem Witz und scharfen kabarettistischen Pointen für Euphorie
beim Publikum und ausverkaufte Häuser sorgt. In der Kritik wurde
die Band bereits als neue Kultgruppe gefeiert. (CD „Bistro
Live“ - Amadeus-Award-Nominierung 2004). Im Herbst 2004
gründeten Dobrek und Biz ihr eigenes Plattenlabel „Dobrecords“,
wo die Produkte Ihrer musikalischen Zusammenarbeit (Dobrek Bistro, Dobrek
Brasil und das neue Projekt mit Roland
Neuwirth , Marwan
Abado und Alegre
Corrêa – „’s
geht eh!“ nun bei Edel
im Vertrieb) erscheinen. Nach diesem jüngsten Projekt bezeichnete
der bekannte Musikkritiker Richard Schuberth Aliosha als „…russischen
Pawlatschen-Paganini mit Wiener jüdischen Wurzeln", als "Pyromane
und rhapsodischer Verführer auf der Violine“, sowie als “Moskauer
Filialleiter des Wiener Schmähs.“
Aliosha Biz ist ein leidenschaftlicher (Wahl-)Wiener. Schon 1990 nahm
er an den Dreharbeiten zur ORF-Produktion „Strauss Dynasty“
teil. Seit 5 Jahren ist er an der Seite von Adi
Hirschal und Wolfgang Böck
mit seiner „Winslbischkott'n“ zu hören (CD „Schwoazze
Luft“). Auch für sein neu gegründetes Wiener
Lustspielhaus griff Adi Hirschal 2004 auf „Aliosha, sei Geig’n“
zurück. Und mit dem Altmeister des Wienerliedes und des Kabarets
Gerhard Bronner war er im Programm
„Tränen Gelacht“
im Rabenhof zu Gast (Video erschienen
bei Hoanzl). Zu Alioshas Stammlokalen
gehört die berühmte Broadway
Piano Bar, wo er mit dem Klaviervirtuosen und Szenefürsten
Bela Koreny, mit der Sängerin
und Schauspielerin Sandra
Kreisler und den Mitgliedern von Triology,
sowie mit dem Open Mind Quartett
oft bis in die Morgenstunden musiziert. Zu Mittag trifft man ihn gelegentlich
in seinem Stammbeisl, dem Gasthaus „Wild“
im Weissgerberviertel bei einem Zwickl. Aliosha ist auch einer der wenigen
"Zuag’rasten", der in einem fehlerfreien Wienerisch
eine Käsekrainer bestellen kann.
Zur Zeit steht Aliosha Biz in seiner ersten Sprech- und Sing-(!) Rolle
– natürlich aber auch mit seiner Geige – auf der Bühne
der Wiener
Volksoper als Zigeunerprimas Kuppi Mihaly in der Neuinszenierung
der „Herzogin von Chicago“ von Emmerich Kálmán.
Aliosha
Biz Biografie als PDF hier herunterladen!
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